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    Mundhygiene und Prophylaxe

    Über 80% aller Zahnfleischerkrankungen könnten durch eine verbesserte Prophylaxe verhindert werden. In kaum einem anderen Bereich der Medizin ist es so wichtig, Erkrankungen vorzubeugen oder durch frühzeitiges Erkennen eine Verschlimmerung zu verhindern – und das in jedem Lebensalter! Prophylaxe sind alle Maßnahmen, die der Gesunderhaltung der Zähne dienen. Dazu gehören z.B.:

    • PZR (professionelle Zahnreinigung 1-2 mal im Jahr)
    • Regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt
    • Korrekte und regelmäßige Mundhygiene
    • Fluoridierung des Zahnschmelzes
    • Bei den Kindern-Versiegelungen der Zähne
    • Richtige Ernährung
    • Schwangerschaftsberatung

     

    Die Hauptaufgabe der Prophylaxe ist die PZR. Das Ergebnis sind nicht nur sichtbar saubere Zähne und das subjektive Gefühl der blanken Zahnoberflächen, sondern es wurden optimale Vorraussetzungen geschaffen, den Hauptkrankheiten Karies und Parodontitis vorzubeugen.

     

    Für wen ist die Prophylaxe sinnvoll?

    Im Grunde für jeden. Denn: Auch bei einem Patienten, der schon eine sehr gute Mundhygiene betreibt, findet man immer noch kleine Nischen, die übersehen werden oder schlecht zu erreichen sind. Bei Patienten mit einer Parodontitis steht die Prophylaxe (als Recall) im Rahmen der Vor- und Nachbehandlung ganz oben. Auch Patienten mit herausnehmbarem oder kombiniert-herausnehmbar/festsitzenden Zahnersatz können durch Prophylaxe und PZR die Lebensdauer ihres Zahnersatzes erheblich verlängern. Den Kindern soll in den Prophylaxesitzungen das richtige Putzen und Pflegen (Zahnzwischenräume), von klein auf vermittelt werden -> siehe auch Kinderzahnheilkunde.

    Was passiert bei der Prophylaxe ?

    Ein grundlegender Bestandteil der Prophylaxe ist selbstverständlich die tägliche Zahnpflege. Darüber hinaus gehört zur optimalen Vorsorge alle 6 Monate eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt. Denn nur der Profi erkennt rechtzeitig Schäden am Zahn und Zahnfleisch und kann diese frühzeitig beseitigen. Die professionelle Zahnreinigung ist ebenso unerlässlich, wie wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben. Sie ist eine optimale Ergänzung um Zahn und Zahnhalteapparat gesund zu halten. Schauen Sie doch mal rein, oder besser, lassen sie uns reinschauen! Am Anfang wird individuell für jeden Patienten das Karies- und Parodontitisrisiko bestimmt. Während bei Kindern die Hauptgefahr durch Karies droht, steht bei Erwachsen die Parodontitis im Vordergrund.

    • Es erfolgt eine genaue Befunderhebung
    • Beratung (indiv. Ernährung, Hilfsmittel, Aufklärung über schlechte Gewohnheiten usw.)
    • PZR
    • Fluoridierung (Schmelzhärtung)
    • Bakterien- und Speicheltestbestimmung
    • Versiegelung der Zahngrübchen

    Was wird bei der PZR (professionelle Zahnreinigung) gemacht?

    Die professionelle Zahnreinigung soll eine optimale Ausgangssituation schaffen, die es dem Patienten ermöglicht, seine häusliche Pflege korrekt und gründlich durchzuführen. Die ZMF nimmt sich für diese eingehende Reinigung und Anweisung i.d.R. eine Stunde Zeit.

    Bei so vielen Belägen und Verfärbungen gefährden Sie nicht nur Ihre Zähne sondern auch den Zahnhalteapparat.
    Nur die Entfernung der harten Beläge (Zahnstein) ist Kassenleistung. Jedoch bleibt der Erfolg aus, da die Zähne immer noch mit Belägen und Verfärbungen unter- und oberhalb des Zahnfleisches und im Zahnzwischenraum behaftet sind.

    Nach der PZR: Eine optimale Ausgangssituation – keine Verfärbungen, saubere Zahnzwischenräume, das Zahnfleisch kann sich wieder straff um den Zahn legen, Zahnfleischbluten wird weniger.   Bei hartnäckigen Raucherverfärbungen oder Versiegelungen kommt das Airflow zum Einsatz. Das ist ein Pulverstrahlgerät welches mit Natriumbicarbonat, Salz und Wasser mit Zitronengeschmack arbeitet. Allerdings sollte die Anwendung des Gerätes nicht öfter als 2x im Jahr erfolgen. Da die Zahnoberfläche aufgeraut wird und wenn nicht ordentlich feinpoliert, die Anlagerung von Verfärbungen begünstigt wird.

    Noch ein paar Tipps am Rande!

    Zahnpaste: Grundsätzlich mit Fluorid. Fluoride: Stärken den Zahnschmelz und machen ihn widerstandsfähiger. Fluorid-Gel: (z.B. Elmex-Gelee) 1-2 mal pro Woche, abends nach dem Zähneputzen verwenden. Besonders wichtig bei Spangen- und Bracketsträgern! Zahnseide: Reinigung der Zahnzwischenräume. Zahnputztechnik: Nicht mit Kraft sondern mit Köpfchen putzen- nach den Anweisungen des Zahnarztes. Sonst: Leichte kreisende Bewegungen, von Rot nach Weiß. Bitte nicht hin und her schrubben. Neue Zahnbürste: Spätestens alle 3 Monate wechseln. Abgenutzte Borsten putzen nicht richtig! Exklusiv: Die Zahnbürste gehört einem allein. Karies ist ansteckend und mit dem Speichel übertragbar. Ernährung: Was gesund für die Figur und den Körper ist, ist auch gesund für die Zähne. Wenig Süßes, viel Körniges, Kerniges und Kräftiges, Salat, Obst und Milchprodukte essen. Kaugummi: Zuckerfrei, tolle Pflege für zwischendurch und unterwegs. Fördert den Speichelfluss. Am besten mit Fluorid und Xylit zur Bakterienbekämpfung. Süßes: Lieber konzentriert schlemmen, als dauernd naschen. Anschließend Zähneputzen. Speichel: Multitalent, enthält Fluoride und Mineralien, umspült und reinigt die Zähne- vorrausgesetzt er kommt an sie ran. Bei zu viel und zu häufigem Zucker wird er sauer, ph-Wert sinkt, Kariesgefahr. Neue Zähne: Brauchen genau soviel Pflege wie Natürliche und müssen regelmäßig vom Zahnarzt kontrolliert werden Mundgeruch: Macht weder Freunde noch Lust. Zahn- und Zahnzwischenraumpflege sind dringend notwendig. Ebenfalls die Reinigung der Zunge. Auf ihr lagern sich Speisereste und Bakterien ein. Mit der Zahnbürste oder mit einem Zungenreiniger die Zunge regelmäßig abbürsten.

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